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Raucherbein: Amputation?
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Gefäßverschlüsse in den Gliedmaßen machen häufig Amputationen notwendig. Betroffen sind vor allem Diabetiker sowie Patienten mit einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, dem sogenannten Raucherbein. Eine klinische Studie am Universitätsklinikum Magdeburg zeigt jetzt, dass viele Amputationen vermeidbar sind, wenn die verengten Gefäße mit einem Ballonkatheter aufgeweitet und anschließend mit einer Einlage gestützt werden. Diese Technik wird bereits bei Verschlüssen von Herzkranzgefäßen, Becken- und Oberschenkelschlagadern routinemäßig angewendet, wie die Hochschule mitteilt.
Jährlich verlieren allein etwa 30.000 Menschen mit Diabetes in Deutschland ein Bein. Eine schnelle und dauerhafte Wiedereröffnung von Unterschenkelschlagadern kann die Zahl der Amputationen den Ergebnissen zufolge senken. Denn dank neuer Materialien sind Ballonerweiterungen und Stenteinlagen jetzt auch in den feineren Gefäßen der Unterschenkel- und Fußregion möglich. Bei der Behandlung werden die Verschlüsse oder Einengungen mit einem flexiblen Führungsdraht sondiert, über den anschließend ein Ballonkatheter geführt wird. Das Gefäß wird dann durch Aufblasen des Ballons wiedereröffnet (perkutane transluminale Angioplastie) und durch Einschub eines Metallgitterröhrchens (Stent) offen gehalten. Die bisherigen Ergebnisse zeigen eine Erfolgsrate von über 90 Prozent. Bei der Mehrzahl der Patienten wird die Durchblutung des Unterschenkels und Fußes den Angaben zufolge nachweislich gesteigert. Für die Gefäßeröffnung ist keine Narkose notwendig, der Eingriff wird in örtlicher Betäubung durchgeführt. Ein weiterer Vorteil der minimal-invasiven Gefäßeröffnung ist, dass die Patienten häufig nach dem Eingriff nur noch eine Nacht im Krankenhaus bleiben müssen.
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Last update: 18. Nov 2007
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