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Körperverletzung: Rauchen nahe Kindern
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Krebsforscher warnen eindringlich vor den Folgen des Passivrauchens für Kinder. "Jede Woche stirbt in Deutschland ein Baby, weil seine Eltern geraucht haben», sagte Martina Pötschke-Langer, Wissenschaftlerin des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg, anlässlich einer Zusammenstellung der neuesten Daten zum Passivrauchen mit Blick auf den Weltkrebstag am 4. Februar. Rauchen in Anwesenheit von Kindern ist Körperverletzung.
Die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland lebe in einem Haushalt mit mindestens einem Raucher. Betroffen seien damit insgesamt 8,4 Millionen Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren. Es komme zu vermehrten Atemwegserkrankungen, Asthmaanfällen, Augenreizungen und Mittelohrentzündungen, «wenn Kinder ein verrauchtes Zuhause haben», sagte die Wissenschaftlerin. Jedes Jahr würden zudem über 100 000 Kinder geboren, die schon im Mutterleib den Schadstoffen von Zigaretten ausgesetzt gewesen seien. Von 1996 bis 2006 habe in Deutschland zudem die Gefährdung von Kindern durch Passivrauchen stark zugenommen, sagte die Ärztin. Die Tabakrauchbelastung stieg demnach in Haushalten mit einem Raucher «um das Doppelte». In der Altersgruppe von 11 bis 17 Jahren seien Hauptschüler dreimal höher belastet gewesen als Gymnasiasten. Dies sei durch die Messung von Cotinin - einem Abbauprodukt von Nikotin - im Urin der Kinder festgestellt worden. Auch das Rauchen im Auto bringe eine «besonders hohe Schadstoffbelastung» für Kinder mit sich.
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Last update: 1. Feb 2008
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